Was tun, wenn Kinder nicht ins Bett wollen und die Akkus leer sind?

Aida zum Thema Bettzeiten, Schlafen gehen und dem elterlichen Bedürfnis nach Ruhe. Ein Dauerbrennerthema, welches ganze Bücher füllt.

Haltung! Alles eine Frage der Haltung! Aber nun der Reihe nach…

Unerzogen bedeutet Abwesenheit von Erziehung. Punkt.  Und unerzogen „funktioniert“ nicht. Punkt. Es gibt nicht Lösung x für Problem z. Es geht einzig und allein um Beziehung. Es geht um Liebe. Es geht um Verantwortung. Für sich. Für die Kinder. Für die eigenen Beziehungen. Und es geht um Loslösung von Glaubenssätze und dadurch um das Ermöglichen von „think outside the box“. Um Lösungen, die Beziehungen zulassen und diese eben nicht „abwehren“. Das wäre dann wieder Erziehung. ..

_1911066_10202505232666537_1147934813_oJa, ich kann verstehen, dass man nach einem langen Arbeitstag, nach einer anstrengenden Arbeitswoche, nach vielen intensiven Wochen oder gar Monaten einfach mal Zeit für sich braucht. Oder sich da das Gefühl einschleicht, auch der Paarbeziehung gerecht werden zu wollen oder müssen. Kinder, Arbeit, Haushalt und etliche Verpflichtungen mehr. Der normale Wahnsinn einer Durchschnittsfamilie.
Menschlich. Verständlich. Wichtig. Mir durchaus bekannt. Und gesund, dass der Körper und der Geist nach Auszeiten für sich ruft.
Die Frage ist, ob der Geist nach Kinderfreizeit schreit bzw. ob die Lösung immer nur beim Kind zu suchen ist. Aber dazu später mehr…

Auf der anderen Seite geht es um kleine Kinder. Sie gehen in den Kindergarten. Sie haben einen anstrengenden Tag. Eine anstrengende Woche. Viele anstrengende Wochen und Monate. Und sie sollen früh ins Bett. Um fit zu sein für den anstrengenden Alltag, den sich die Eltern ausgedacht haben. Sie sehen, dass sie den Tag ohne ihre liebsten Menschen verbringen und sie vermissen sie. In der Regel wissen sie nicht viel vom Alltag der Eltern und sie wissen nicht, was alles Spannendes passiert, wenn sie schlafen sollen. Was sie mitbekommen, ist, dass sie den ganzen Tag woanders sind – und abends auch nicht erwünscht.
Aber es fehlt ihnen an Möglichkeiten, dies so zu artikulieren. Es überhaupt zu erfassen. Sie sind auf uns angewiesen. Für jegliche Bedürfnisse. Und sie haben das Bedürfnis nach Nähe und Beziehung. Das Grundnahrungsmittel für die Seele…

Und da stehen wir nun mit unseren Bedürfnissen. Nach Unterhaltung, Ruhe, Nähe.. Und unserem Wunsch nach Zweisamkeit.

Und siehe da, unsere Bedürfnisse und die der Kinder gehen ja gar nicht auseinander! Alle bedürfen wir Ruhe, Nähe, Unterhaltung und Beziehung! Der Unterschied ist, wir Erwachsene halten uns an Altbewährtem fest, während die Kinder keine Alternative haben. Da ist Frust vorprogrammiert. Ständiger Kampf. Ständige Anspannung.

Ihr Eltern könnt das Problem lösen. Nur ihr. Ihr seid verantwortlich für die Beziehung zum Kind und für die Stimmung im Haus. Ihr ganz alleine. Die Frage ist: Wie kommen wir alle zur Ruhe? Wie bekommen wir alle Unterhaltung?
Meine persönliche Lösungswege: gemeinsamer Filmabend. Nähe, Ruhe, Unterhaltung. Oder gemeinsam im Bett lesen. Oder den Kindern eine Tube Creme geben und auf dem eigenen Rücken spielen lassen. Oder gemeinsam in die Therme. Oder Geschichten erzählen. Und Familienbett… Oder oder oder.

Was mache ich aber mit meinem berechtigten und dringenden Wunsch nach Zeit für mich? Mehr als Wunsch ist es das Bedürfnis, welches meine geistige und emotionale Gesundheit sichert. Hier die Frage: Warum ist die Lösung nur in der Reduktion der Familienzeit zu finden? Wo sonst kann ich diese Auszeiten einlegen? Kann eine Putzkraft die Wohnung übernehmen? Kann ich die Einkäufe automatisiert per Internet erledigen? Kann ich meine Arbeitszeit kürzen? Kann mich meinen Partner besser unterstützen? Muss ich vielleicht unseren Lebensentwurf überdenken?
Mein Lösungsweg: Flexible Arbeitszeiten, Arbeitszeitreduktion – und nun mittlerweile – meinen gesamten Lebensentwurf in Frage stellen und schrittweise ändern.

Und was ist mit der Paarbeziehung?
Hier würde ich das vernünftige Gespräch ansetzen – nicht bei den kleinen Kindern (wie gerne vorgeschlagen). Was letztendlich nur ein verzweifelter Versuch wäre, aus Überforderung die Verantwortung abzuschieben
Ihr habt euch entschieden Eltern zu werden. Ihr tragt Verantwortung für diese Familie. Nehmt diese Rolle an. Wir telefonieren zum Beispiel in der Mittagspause, um Dinge zu besprechen. Für Zweisamkeit findet sich immer eine Lücke. Längere Unternehmungen lassen sich mit interessanten Ausflügen für die Kinder kombinieren. Es dauert nicht mehr lange und sie wollen bei Freunden übernachten oder ihre Ruhe vor euch. Genießt diesen klitzekleinen Augenblick eures Lebens. Daran könnt ihr auch als Paar wachsen und danach die gemeinsame intensive Zeit noch mehr genießen. Ein Gespräch zwischen Erwachsenen über Lebensphasen bringt sicher Entspannung und reduziert erlernte Erwartungen.

Mir ist es bewusst, dass Menschen unterschiedlich sind. Und zu erkennen, was man braucht, ist wichtig. Ich bin zum Beispiel auch mal gerne für mich ganz alleine oder arbeite konzentriert an etwas. Und diesen Raum versuche ich mir zu nehmen. Ich bin auch nicht sonderlich geduldig und ein elender Perfektionist. Und es macht mich kirre, wenn ich ständig gefragt und als Person verlangt werde. Das zu erkennen ist wichtig. Da ruhen andere ganz anders in sich. Ich gehöre leider nicht dazu. Bin auf dem Weg. Arbeite an mir. Schaue, was ich für mich tun kann, um die Mutter zu sein, die meine Kinder brauchen. Da braucht man sich auch nichts schön zu reden. Führt zu nichts. Die Frage ist, wie gehe ich mit diesen Selbsterkenntnissen um, wenn ich entschieden habe, keine Lösungen am Kind oder auf Kosten des Kindes zu suchen.

Meine Familie, auch die angetraute, lebt einmal über den Teich. Meine Mutter immerhin „nur“ 600 Kilometer weit weg. Und auch sie hat ein Leben. Ich bin gerade dabei mein Arbeitsleben zu überdenken. Allerdings nicht der Work-Life-Balance wegen, sondern weil alles Leben ist und ich leben will. Selbstbestimmt. Gesund. In Beziehung.

Ich verstehe dieses immense Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung. Den Traum einfach mal in den Tag hinein zu leben. Einfach nur mal Pause haben. Auch um sich wieder besser auf Beziehung einlassen zu können. Oh, wie gut ich es kenne. Und ich kenne extreme seelische, körperliche und emotionale Erschöpfung. Und ich weiß, dass es wichtig ist achtsam mit sich zu sein. Der Wunsch nach Ruhe ist völlig legitim und ich kann ihn mit jeder Faser meines Körpers nachfühlen. Ich halte nur nichts von einer Lösung am Kind. Das ist zwar das, was wir in der Gesellschaft lernen und leben, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es nicht der Weg sein kann.

Auch ich könnte mir derzeit nicht vorstellen auf den Kindergarten zu verzichten. Das heißt aber nicht, dass ich mir ein Leben ohne nicht vorstellen kann. Nur jetzt in unserer Realität wäre dies absurd und kontraproduktiv. Ja, vielleicht sogar schädlich für unsere Beziehungen und seelische Gesundheit. Aber das ist doch Mist! Und traurig!

Ich kenne das Dilemma des modernen Lebens und spüre täglich die Folgen. Und suche verzweifelt nach dem Ausgang oder besser Eingang in eine bessere Alternative. Und diese versuche ich eben zu gestalten. Versuche aber auf dem Weg dahin möglichst wenig Kollateralschaden anzurichten. Besonders bei meinen Kindern.

Natürlich kann es eine Option sein, die Kinder zeitig ins Bett zu bringen. Prima, wenn sie dies mitmachen. Super, wenn alle zufrieden sind. Offenbar ist dies aber manchmal nicht (mehr) möglich. Die Kinder haben andere Wünsche, Ideen und Vorstellungen. Es klappt nicht und lässt sich nicht gewaltfrei und ohne Erziehung durchsetzen. Und nun? Und genau das ist doch der Punkt. Jetzt sind neue Lösungswege gefragt. Diese Gesellschaft muss (!) sich ändern und sie wird es tun. Unser Beitrag passiert mit jeder Entscheidung. Und diese Veränderung beginnt im Kopf. Die Frage lautet also: wie kommst du zu Ruhe, Hobbies und Partnerzeit trotz und vor allem mit (!) Kindern? Wie schaffst du es sogar zu genießen? Was musst du innerlich tun? Was äußerlich am Rahmen gegebenenfalls ändern oder anpassen? Deine Kinder sind für die nächsten Jahren maßgeblicher Bestandteil deines Lebens. Delegiere sie nicht weg, sondern zeige ihnen Alternativen dazu. Dann hast du gute Chancen nicht auch eines Tages weg delegiert zu werden…

Gestern sah ich eine junge Frau alleine mit ihren drei kleinen Kindern im Spielzeugladen. Mein absoluter Alptraum. Und sie? Sie hat es genossen. Wirklich und ehrlich. Das war unglaublich, was sich da abspielte. Sie zeigte ihren Kindern freudig die Spielsachen. Sie lachten und freuten sich zusammen. Dazu bin ich heute noch nicht in der Lage. Es überfordert mich. Mir fehlt die Ruhe und innere Gelassenheit. Aber vielleicht kann ich es morgen oder in einem Jahr oder in fünf. . .
Die Lösung ist in uns. Da sollten wir suchen.

Bedürfnisse sind universell. Wir haben alle die gleichen. Bei manchen werden aber bestimmte weniger, bei anderen mehr erfüllt und manche Menschen schaffen es besser als andere für sich zu sorgen. Kinder sind aber bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse in der Regel auf uns angewiesen.
Es sind unsere Strategien zur Erfüllung der Bedürfnisse, die unterschiedlich sind. Und genau deswegen können wir wunderbar voneinander lernen. Denn die gute Nachricht ist: es lassen sich über verschiedene Strategien die selben Bedürfnisse befriedigen! Und manchmal hat jemand anderes eine gute Idee…

Aida S. de Rodriguez

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11 Gedanken zu “Was tun, wenn Kinder nicht ins Bett wollen und die Akkus leer sind?

  1. Den Ansatz finde ich richtig, die Erklärung etwas dürftig. Ich kenne hier ein Familienbett-Daheimkind, das zeitlebens ein krasser Bettverweigerer war. Zu viele Ideen im Kopf. Und bei Schlafmangel völlig unrund, aber auch nicht schlafaffiner …
    Da geraten wir immer wieder hart an unsere Grenzen.

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    1. Wenn ich den Artikel richtig lese, bedeutet ein Zubettgehkonflikt einen vom Kind empfundenen Mangel an Gemeinschaft, an Beziehung. Oder habe ich das falsch verstanden? Es fehlt also maßgeblich an der gemeinschaftlich verbrachten Zeit.

      Wir haben eine Tochter, die seit frühester Kindheit extrem schwer einschläft. Niemals freiwillig, immer begleitet. Sie war in sehr geringem Umfang fremdbetreut, die beiden Jahre vor der Schule komplett zu Hause. Jetzt halbtags in der Schule.

      Die Bettzeit selbst bestimmen zu lassen, bedeutet für uns, nicht vor zehn einschlafbegleiten zu können/dürfen/müssen und auch über Wochen ein extrem gestresstes Kind zu haben. Die Bettzeit zu bestimmen führt jeden Abend zu Diskussionen, dann aber zu einem ausgeschlafenen Kind.

      Inzwischen sind wir bei dem Deal angekommen, dass wir bis 21 Uhr zuständig sind und danach als Paar ungestört sein möchten. In der Zeit darf sie ihre Schlafzeit wählen. Danach „sperren wir sie aus“. Laut deinem Artikel komplett die falsche Richtung.

      Wo ist mein Denkfehler?

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      1. Liebe Lena,

        danke für Deine Ausführungen.

        Jede Familie, jedes Kind, jeder Kontext kann nur individuell betrachtet werden. Es gibt keine Lösung x für das Problem z. Somit liegen „Zubettgehkonflikt“ nicht per se an „einem vom Kind empfundenen Mangel an Gemeinschaft“. Es ist in der Regel ein Beziehungsthema. Eine Frage der Beziehungsqualität und des Verantwortungsbewusstseins der Eltern in Bezug auf diese. Es geht auch um Selbstbestimmung und Selbstregulation. Das Bedürfnis nach Autonomie aller Beteiligten.

        Was ist aber ein „Zubettgehkonflikt“? Die Eltern wollen, dass das Kind zum Zeitpunkt x schlafen geht. Sie bestimmen darüber. Sie bestimmen über das Kind um die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Es geht oft um das Bedürfnis nach Ruhe bei den Eltern. Und sie schieben dafür gerne Glaubenssätze vor – „Kinder brauchen ausreichend Schlaf“ – und geben damit die Verantwortung ab. Doch welche Bedürfnisse liegen beim Kind vor? Bei diesem einem – bei meinem (!) Kind – hier und jetzt vor? Diese Frage wird oft übergangen. Eltern bestimmen, weil sie es können. Weil sie am längeren Hebel sitzen. Sie übergehen die Bedürfnisse der Kinder um die eigenen zu erfüllen und aus Glaubenssätze heraus. Sie nutzen dazu ihre Macht. Dabei glaube ich, dass ein sowohl als auch möglich ist. Ich denke dabei nicht an die Anwendung einer bestimmten Methode und dann läuft es, sondern es geht mir dabei um Haltung und um Beziehung. Das setzt Selbstreflexion und viel Arbeit an sich voraus.

        In meinen Ausführungen ging es mir vor allem um die Verantwortung und diese tragen stets die Eltern für die Beziehung mit dem Kind. Dabei ist es nicht primär wichtig, ob das Kind fremdbetreut wird oder nicht. Sondern es geht um die Betrachtung der individuellen Gesamtsituation. Auch ein Kind, dass Zuhause ist, lebt nicht per se in einer gleichwürdigen Beziehung mit ihren Eltern. Menschen wollen und brauchen Beziehung. Menschen wollen gesehen werden. Und ein Mensch, dass warum auch immer den halben oder ganzen Tag auf die Beziehung zu seiner Hauptbezugspersonen verzichten muss, wird bedürftig. Und für die Erfüllung dieses Bedürfnisses brauchen unsere Kinder uns. Und manchmal sind wir müde und müssen für uns sorgen, auch damit wir uns um andere kümmern können. Nur nicht indem wir unsere Kinder „funktionstüchtig“ machen. Sondern in dem wir Verantwortung übernehmen. Für uns! Unsere Beziehungen! Unser Leben!

        Co-Regulation und Selbstregulation stehen nicht im Widerspruch zueinander. Auch ich begleite meine Kinder in den Schlaf. Jeden Tag seit nun mehr als fünf Jahre. Ich tue es bedürfnisorientiert. Auch bei uns sind alle lange wach, also passe ich mein Leben unser aller Bedürfnisse an. Wenn ich Ruhe brauche, sorge ich für mich. Ich schicke meine Kinder dafür nicht ins Bett. Weil ich dazu kein Recht habe. Wenn ich aber sehe, dass sie dringend Schlaf brauchen und ich ihnen dabei helfen kann zur Ruhe zu kommen, dann tue ich das.

        Gerne können wir die einzelnen Themen gemeinsam tiefer betrachten. Vielleicht magst du dazu in die unerzogen Gruppe auf Facebook kommen? Zu den oben genannten Schlüsselbegriffe werden in den nächsten Wochen und Monate sicher noch viele Artikel folgen. Ich hoffe, ich konnte Dir aber bereits jetzt einen kleinen Impuls geben, in welche Richtung du noch schauen könntest. Auch zum Thema „Deals“, Kompromisse und Pseudo-Kompromisse gibt es in der Gruppe bereits viele interessante Diskussionen.

        Liebe Grüße

        Aida

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  2. Ok. Ich sehe es auch so. Nur bin ich an meiner Grenze angelangt. Sogar darüber hinaus. Mein Körper schreit nach Schlaf und mein Kind (20 Monate) schläft aber im Moment erst nach 22 Uhr und ich habe das Gefühl (vielleicht auch von außen eingeredet), dass mein Kind am Abend eine ansprechbare Mama braucht, die noch sitzen und da sein kann. Ich aber kann mich ab 22 Uhr und schon eher, nicht mehr sitzend halten und Da-Sein kann ich maximal noch körperlich. Mein Kind selbst ist entsprechend fertig und übermüdet und achja; überdreht. Am nächsten Tag entsprechend „quengelig“ und ich bin es auch. Sogar fast nur noch genervt, nur noch in meinen gelernten Mustern gefangen auf jede Forderung, Bitte usw meines Kindes genervt reagierend, weil im übermüdeten Modus nichts Anderes mehr zu gehen scheint. Es kommen noch Dinge wie Depressionen, PMS usw dazu und ja, ich nehme professionelle Hilfe in Anspruch, will alles ändern, will meine Verantwortung, will alles gewaltfrei und alles unerzogen. Was aber praktisch passiert, ist weder gewaltfrei, noch unerzogen. Und wir geraten immer wieder in den berühmten Kreis des Teufels. In eine Spirale, die nach unten führt.
    Und manchmal läuft wie aus Zauberhand plötzlich eine zeitlang alles prima. Ich möchte aber doch nicht meine Verantwortung meinen Hormonen zuschieben?
    Liebe Aida, hast du eine Idee, an welcher Stelle mein Knoten sitzt? Lösen muss ich ihn selbst, das ist klar.
    Ich danke dir schonmal sehr.
    Liebe Grüße, Meike

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    1. Hallo liebe Meike,

      danke für Dein Kommentar. 🙂

      Ja, das ist deutlich zu lesen. Die Anstrengung. Die Anspannung. Die Verzweiflung. Die Erschöpfung. Ich möchte Dir an erste Stelle eins geben: Empathie. Ich kann es Dir gut nachfühlen. Ich kann Dich sehen. Und ich wünsche Dir einen Raum zum durchatmen!

      In solchen Momenten wünsche ich mir jemanden, der mich an die Hand nimmt, mir eine Umarmung gibt, mich ins Bett schickt und sagt: „Mache Dir keine Sorgen, ich kümmere mich. Den Kindern geht es gut. Schlaf gut.“ Kennst Du das?
      Meine Frage ist: Kannst Du diese Person für Dich sein? Kannst Du Dich liebevoll um Dich kümmern? Und ja, ohne Dein Kind zu erziehen.

      Wie ist Dein Alltag? Das brauchst Du nicht hier zu beantworten, es soll nur Anregung geben Dein Blickfeld ein wenig zu erweitern. Du beschreibst den Abend und die Situation mit Deinem Kind, wenn Du müde bist und ins Bett möchtest. Doch Dein Tag ist ja deutlich länger. Was passiert denn da? Was gibt Dir Kraft? Was nimmt Dir Kraft? Wo sind Lücken, die Du bewusst zu Zeiten für Dich gestalten kannst? Welche Dinge kannst Du ändern, um nicht eine Lösung an Deinem Kind zu suchen? Was ist anders an den tagen, an denen es prima läuft?

      Was siehst Du, wenn Du versuchst von außen auf Deine gesamte Lebenssituation zu schauen? Oder auf Deinen gesamten Tag? Ist es wirklich der Abend – und das Kind – das Problem? Was könnte Dich entlasten? Wobei brauchst Du Unterstützung? Und wer könnte Dir diese geben?

      Was kannst Du für Dich tun?

      Liebe Grüße

      Aida

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