Gastbeitrag von Natascha Makoschey: Wie bekomm ich die Verantwortung für mein Leben zurück?

img_3565Natascha Makoschey antwortet hier auf eine Frau, die in einer Beziehungskrise mit ihrem Partner steckt und nicht mehr „vor und zurück“ weiß.

Du glaubst, dass du ohne ihn nicht leben kannst, willst ihn aber im Fall einer Trennung nicht mehr sehen? Fällt dir auf, wie paradox das ist?

Glaubst du, dass du liebenswert bist?

Es geht hier gar nicht um ihn, sondern darum, dass er dich nicht mehr in einer Weise bestätigt, wie du das brauchst. Du glaubst selbst nicht, dass man dich, so wie du bist, lieben kann, und deshalb ist es natürlich nötig, dass dein Mann es tut. Tut er es nicht, bist du mit deinen tiefsten Versagensängsten und Minderwertigkeitskomplexen konfrontiert. Das Beziehungssystem funktioniert nicht, wenn er überlegt, ob es das ist, was er für ein Leben möchte. ER muss sich sicher sein. Du bist wütend auf ihn, obwohl du ihn eigentlich verstehen kannst, denn du selbst hättest dich schon längst verlassen (aber leider geht das ja nicht).

Sich aufgeben um eins zu werden oder ganz sich selbst sein?

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Das muss aber sein, denn das macht man so.

Dani philosophiert über den „man“, der alles muss aber nichts wollen darf. 

Man tut so allerhand. Man tut dieses und jenes, man tut aber auch auf gar keinen Fall jenes und solches. Und überhaupt, manche Dinge müssen aber sein!!!
… Wirklich?

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Als unsere Tochter ungefähr 3 Jahre alt war, erbten wir einen antiken Esstisch. Unsere Tochter kletterte beim Essen darauf, um dort zu essen. Da hörte ich mich doch tatsächlich sagen: „Das macht man nicht“. Das klang nicht nur deswegen absurd in meinen Ohren, weil sie schon ein paar mal auf einem Tisch sitzend gegessen hatte, ohne dass es mich störte. Weiterlesen

Was erleben Kinder, wenn nicht beide Eltern auf Erziehung verzichten?

Genau diese Frage stellte eine Mutter vor kurzem in der unerzogen Gruppe und was Nicola antwortete hat vielen gefallen: 

img_5182Mal ganz platt: sie machen die Erfahrung, dass der eine erzieht und der andere nicht.
Das heißt sie machen die Erfahrung von Unterschiedlichkeit.

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Du willst jetzt unerzogen leben, hast aber deine Kinder bisher erzogen. – Kann das gut gehen?

Hier schreibt Hannah einer Mutter, die mit ihrem Baby nun unerzogen leben möchte. Sie befürchtet aber, dass ihr großer Sohn, der bisher erzogen wurde, sich nun benachteiligt und weniger gesehen, vielleicht sogar weniger geliebt fühlen könnte.

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Das Schuldgefühl drosseln

Es ist für mich total klar, das du nun denkst, es bei dem Großen irgendwie wieder gut machen zu müssen, was du die Jahre voher an ihm „rumerzogen“ hast. Auch verstehe ich gut, dass es sich nach Rückschlägen anfühlt, wenn du doch wieder in das alte Erziehungsmuster abrutschst. Da kommen Schuldgefühle auf. Und die lähmen. Also bleibt dir nur eins:

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„Kein Spiel sagt: Das war eher eine vier minus!“

Dieses Interview  mit Tanja und Johnny Haeusler, den Autor*innen von Netzgemüse – Aufzucht und Pflege der Generation Internet erschien zuerst im unerzogen-Magazin 2/13

_10444570_10207805811480004_8397188528379047347_nTanja und Johnny Haeusler betreiben den prämierten Weblog “Spreeblick” und sind Mitveranstalter der “re:publica”, einer europäischen Konferenz für Online-Medien und die digitale Gesellschaft.  Als Eltern zweier Jungs – heute 11 und 14 Jahre alt – haben die Netzspezialisten einen Seitenwechsel von ängstlich-kontrollierenden hin zu bewundernd-vertrauensvollen Eltern vollzogen. Wie das geschah? In ihrem 2012 erschienenen Buch mit dem humorvollen Titel „Netzgemüse: Aufzucht und Pflege der Generation Internet“ beschreiben sie die vielen Stationen ihres Gesinnungswandels. Der Vater – mit seiner eigenen Erfahrung als Spieletester – und die Mutter – mit markanten Ausschnitten aus ihren fruchtbaren Auseinandersetzungen mit den Kindern – machen anderen Eltern Mut, selbst einen Blick hinter die Kulissen der Bildschirme zu werfen, und gelangen zu dem Schluss, dass die neuen Medien eine interessante Basis für das Lernen bieten. Über den Ernst der Spiele hat sich das unerzogen Magazin mit den beiden Autoren unterhalten.

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„Mit Essen spielt man nicht!“ – Warum Verschwendung für Kinder doch wichtig ist

_img_0377-2Wer kleine Kinder hat, kennt sicherlich auch solche Situationen: Die Familie sitzt gemütlich am Esstisch und plötzlich fängt das Kleinkind an mit seinem Essen zu matschen oder es runter zu werfen. Oder das zweijährige Kind, welches sich immer wieder eine neue Traube nimmt, rein beißt und diese wieder zur Seite legt ohne es zu essen. Auch nicht ungewöhnlich ist, wenn das Kind ständig zum Kühlschrank läuft und sich einen neuen Pudding nimmt, ohne ihn dann wirklich zu essen. Immer und immer wieder. Nicht zu vergessen der Brotbelag, der ohne das Brot aufgegessen wird. Die Liste ist schier unendlich. Der ganz normale Familien-mit-Kleinkind-Alltags-Wahnsinn also.

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