Welche Kleidung für welches Kind?

_12095189_10207372783014563_7891688219519318347_oÜber einen sich „weiblich kleidenden Jungen“, dessen Spielgruppenleiterin vorschlug, ihm das abzugewöhnen:

Was die Spielgruppenleiterin übersieht, ist, dass Kinder wie dein Sohn hauptsächlich Menschen wie ihr selbst ausgesetzt sind, die den Kindern das Leben schwer machen mit ihrer eingeschränkten Weltsicht.
Ich hatte vor vielen Jahren mal eine Diskussion mit einem älteren Herrn über eine gepiercte Mutter in der S-Bahn und er behauptete, das wäre unverantwortlich als Mutter, so herumzulaufen, denn das würde das Kind stigmatisieren. Als ich ihn darauf hinwies, dass Menschen wie er, der von gepierct auf „asozial“ schließt, das Kind stigmatisieren, war die Diskussion ganz schnell vorbei.

Und genau das gleiche passiert, wenn Spielgruppenleiter*innen, Eltern, Großeltern, Kita-Betreuer*innen, Ärzt*innen usw. meinen, andere Menschen müssten sich ihren Geschlechtervorstellungen konform kleiden, damit sie keine Schwierigkeiten bekommen: Sie übersehen, dass sie Teil der Schwierigkeit sind.

Nicola Kriesel

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