Du willst jetzt unerzogen leben, hast aber deine Kinder bisher erzogen. – Kann das gut gehen?

Hier schreibt Hannah einer Mutter, die mit ihrem Baby nun unerzogen leben möchte. Sie befürchtet aber, dass ihr großer Sohn, der bisher erzogen wurde, sich nun benachteiligt und weniger gesehen, vielleicht sogar weniger geliebt fühlen könnte.

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Das Schuldgefühl drosseln

Es ist für mich total klar, das du nun denkst, es bei dem Großen irgendwie wieder gut machen zu müssen, was du die Jahre voher an ihm „rumerzogen“ hast. Auch verstehe ich gut, dass es sich nach Rückschlägen anfühlt, wenn du doch wieder in das alte Erziehungsmuster abrutschst. Da kommen Schuldgefühle auf. Und die lähmen. Also bleibt dir nur eins:

Im Hier und Jetzt mit Blick nach vorne

Ich möchte dir gerne raten, anzufangen, in kleineren Schritten zu denken. Du könntest dir eine Art Tagebuch anlegen, in dem du ganz systematisch bestimmte Aspekte aus deinem Leben mit deiner Familie betrachtest.

Du könntest beispielsweise mit folgenden Gesichtspunkten beginnen, um dir zu vergegenwärtigen, wo du grade stehst, wo du hin willst und was dazu nötig sein könnte:

  • Ich möchte, dass sich … verändert.
  • Dass sich … verändert hat, werde ich merken wenn … .
  • Ich erwarte/erhoffe mir für mich (!) von dieser Veränderungen… .
  • … kann ich dazu beitragen, dass es sich verändert.
  • Mein erster Schritt wird sein …

Und so weiter. So kannst du dir auf lange Sicht deine persönliche Entwicklung und euer gemeinsames Wachstum anschauen.

Die kleinen Erfolge feiern

Und nicht vergessen: Feiere das, was du erreicht hast ausgiebig! Manchmal tut es auch schon gut, anderen von diesen Erfolgen zu erzählen.
Der antrainierte Leistungsgedanke lässt uns häufig übersehen, was bereits gut läuft. Immer wird schon auf das nächste Ziel hingearbeitet. Daher kannst du ja mal die Perspektive wechseln, in dem du dich auf die Gegenwart und Zukunft richtest und z.B. fragst was dein Sohn nun, da du unerzogen lebst, für Vorteile genießen wird!
Erzähl deine Gelingensgeschichten!
Fang doch mal an (ganz langsam und Schritt-für-Schritt) zu genießen was wird, statt zu bereuen was war.

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