Warum klare Rahmen etwas Wundervolles sind …

img_5021Klare Rahmen sind etwas Wundervolles. Und mit klaren Rahmen meine ich solche, die man quasi tatsächlich nicht sieht. Sie sind durchsichtig und ich kann mich innerhalb dieser Rahmen selbstbestimmt bewegen.

Wenn der Rahmen für alle passend ist, dann stößt niemand an. Alle haben genug Platz.

Das gilt für Familien genauso wie für Arbeitsplätze, wenn Menschen dort beitragen und gedeihen wollen/können. Wenn mir als „Führungsperson“ (= Elternteil) auffällt, dass jemand aus meinem Team (= Kinder) die ganze Zeit aneckt, mit den Kolleg*innen (= Geschwistern) nicht klarkommt, den Arbeitsplatz (= Wohnung) durcheinanderbringt, dann bin ich gut beraten mich hinzusetzen und zu schauen: Weiterlesen

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Warum Kinder nicht zufrieden sein müssen

Ruth reagiert auf eine Mutter, die unter den wiederholten Wutanfällen ihres Kindes leidet:

_img_0098Also, ich glaube, das Problem ist mehr, dass Du es ihr Recht machen willst – nicht, dass sie alles scheiße findet …

Eltern haben oft Angst davor, dass ihre Kinder wütend werden. Hört auf damit!

Manchmal steckt dahinter, dass Eltern denken, sie seien nur „gute“ Eltern, wenn ihr Kind zufrieden sei. Aber das ist nicht so. Kinder brauchen auch Reibung, jemanden, an dem sie üben können mit Konflikt und Stress umzugehen.

Man kann wütend und trotzdem in Beziehung sein! Manchmal dauert es ein wenig, das zu lernen. Denn viele von uns denken, dass wütend sein und Aggression bedeutet, dass wir Gewalt anwenden. Oh nein! Gewalt kann man auch freundlich anwenden. Mit Erziehung zum Beispiel. Wütend sein kann man, ohne gewalttätig zu sein.

Und es ist total okay. Es ist total okay, wenn Eltern mal doof sind und Kinder sie doof finden. Wirklich. Es ist sogar eher schwierig, wenn Eltern sich Harmonie wünschen, weil der Schritt, dem Kind anzulasten, dass es das eigene Bedürfnis nicht erfüllt, dann nicht mehr weit ist. Deswegen: Sorge gut für Dich. Dein Kind ist nicht dafür verantwortlich. Und dann lass es motzen. Und klar nervt das – das ist total okay. Entspann Dich.

Angst ist keine Rechtfertigung für Erziehung

IMG_4030Angst, ein uns allen vertrautes Gefühl: Das Herz rast, der Körper zittert, die Gedanken kreisen, die Luft bleibt weg und Adrenalin schießt durch unseren Körper. Wir fühlen uns gelähmt, werden aggressiv oder ziehen uns möglichst schnell zurück. Ein Schutzmechanismus, der unsere Sinne schärft und uns einst vor gefährlichen Raubtieren schützen sollte. Auch heute hilft uns die Angst dabei, Risiken zu minimieren. Ein körpereigenes Warnsystem, das unser Leben und unsere Integrität erhalten soll.

Warum aber ist Angst oft ein schlechter Ratgeber, wenn es um die Begleitung unserer Kinder geht? Weiterlesen

Wie begleite ich die Wut meines Kindes, wenn diese mich rasend macht?

Hannah antwortet einer Mutter, die fragt, was sie tun soll, wenn durch das aggressive Verhalten ihres 2,5-Jährigen (in diesem Falle besonders Brille aus dem Gesicht schlagen) in ihr selbst Aggressionen aufsteigen , sie aber sein Verhalten doch eigentlich begleiten will:
_dsc01255 Mach doch das, was du ihm anbietest, selbst: Stampf auf den Boden oder schlag in ein Kissen, anstatt ihn anzuschimpfen oder gar wegzuschicken.
… Sorry, böser Anfang. Aber es zeigt ganz schön, das jeder der Wut fühlt, schwerlich in diesem Augenblick an eine schlaue und wohldurchdachte Lösung kommen kann, sondern einfach nur fühlt und rauslassen will.

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Was Schuldgefühle mit dir machen – und wie du sie überwindest!

Wut und Stress sind unangenehm. Manchmal ist das Unangenehmste daran, dass sie Schuldgefühle verursachen, wenn Eltern wegen ihrer Kinder gestresst sind oder wütend werden. Ruth stärkt hier eine Mutter, die sich Vorwürfe macht.

10352553_10204975663249419_1083979609849654740_nWütend und gestresst sein – passiert. Darf man sein. Ohne Schuldgefühle.

Schuldgefühle verstärken den Kreislauf. Machen, dass wir mehr Fehler machen. Tun weh. Lass das!

Wenn du lieb zu dir bist, dich innerlich umarmst und dir gibst, was dbrauchst, damit du eine gute Mutter sein kannst, ist allen mehr geholfen! Schuld macht dich klein und gibt dir noch mehr schlimme Gefühle – Verantwortung übernehmen für die (falsche) Wahl, die man getroffen hat, gibt einem in jeder Minute die Möglichkeit, es anders und besser zu machen.

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