Was Schuldgefühle mit dir machen – und wie du sie überwindest!

Wut und Stress sind unangenehm. Manchmal ist das Unangenehmste daran, dass sie Schuldgefühle verursachen, wenn Eltern wegen ihrer Kinder gestresst sind oder wütend werden. Ruth stärkt hier eine Mutter, die sich Vorwürfe macht.

10352553_10204975663249419_1083979609849654740_nWütend und gestresst sein – passiert. Darf man sein. Ohne Schuldgefühle.

Schuldgefühle verstärken den Kreislauf. Machen, dass wir mehr Fehler machen. Tun weh. Lass das!

Wenn du lieb zu dir bist, dich innerlich umarmst und dir gibst, was dbrauchst, damit du eine gute Mutter sein kannst, ist allen mehr geholfen! Schuld macht dich klein und gibt dir noch mehr schlimme Gefühle – Verantwortung übernehmen für die (falsche) Wahl, die man getroffen hat, gibt einem in jeder Minute die Möglichkeit, es anders und besser zu machen.

Mehr Neugierde – weniger Empörung!

Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob du denkst: „Boah, ich bin eine schlimme Mutter, ich sollte so und so sein“ und dich ganz klein machst (und erziehst) und dir die Möglichkeit nimmst, es besser zu machen (du bist ja grundsätzlich „verkehrt“, wie sollst du es da besser machen?). Oder ob du klar siehst „Mist, mein Verhalten schadet meinen Kindern und unserer Beziehung. Das will ich nicht. Was könnte ich für mich tun? Was habe ich für Bedürfnisse? Woher kommt mein Ärger?“ und ganz neugierig darauf guckst, anstatt dich über dich zu empören (Nicola schrieb mal  „Mehr Neugierde – weniger Empörung“ und ich glaube das gilt auch und ganz besonders für die Selbstbeziehung).

Und dann kannst du den nächsten Moment, die nächste Interaktion nutzen, um zu schauen, was du anders machen könntest, ohne dich mit Selbsthass aufzuhalten.

Ändere es sofort. Warte nicht, bis sich was ergibt oder sonstwie. Gehe hin und zeige deinem Kind deine Liebe. Jetzt.

  • Nimm es in den Arm und bitte um Verzeihung.
  • Schneide ihm einen leckeren Apfel auf und bring ihn dorthin, wo dein Kind ist (oder was dein Kind sonst so mag).
  • Setz dich dazu und beobachte dein Kind. Was macht es gerade? Wofür interessiert es sich? Sei still und beobachte.
  • Sag ihm, dass du es liebst.

Selbstheilung und Liebe – für uns selbst!

Liebe wird spürbar, wenn Menschen sich gesehen und angenommen fühlen. Wut und Stress führen häufig in das Gegenteil – unser Gehirn schaltet in den Notwehrmodus. Die Areale, die für Panikreaktionen zuständig sind, werden eingeschaltet. Und hinterher stehen Eltern dann nicht selten da und wundern sich, was ihnen da passiert ist. Unsere Reaktion war schneller als das bewusste Handeln.

Wir sind beinahe alle erzogen worden. Und die Verletzungen sind da. Und sie werden spürbar, wenn du nicht erziehst und deinen Schmerz nicht mit Strategien betäubst.

Sie heilen erst, wenn du auch aufhörst, dich zu erziehen.

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