Wie begleite ich die Wut meines Kindes, wenn diese mich rasend macht?

Hannah antwortet einer Mutter, die fragt, was sie tun soll, wenn durch das aggressive Verhalten ihres 2,5-Jährigen (in diesem Falle besonders Brille aus dem Gesicht schlagen) in ihr selbst Aggressionen aufsteigen , sie aber sein Verhalten doch eigentlich begleiten will:
_dsc01255 Mach doch das, was du ihm anbietest, selbst: Stampf auf den Boden oder schlag in ein Kissen, anstatt ihn anzuschimpfen oder gar wegzuschicken.
… Sorry, böser Anfang. Aber es zeigt ganz schön, das jeder der Wut fühlt, schwerlich in diesem Augenblick an eine schlaue und wohldurchdachte Lösung kommen kann, sondern einfach nur fühlt und rauslassen will.

Du sagst, vielleicht kommt es aus deinen eigenen Erfahrungen und genau da würde ich hinfühlen und eigene Erlebnisse aufarbeiten.
Denn dein Sohn braucht natürlich jemanden, der ihm klar vermittelt, dass diese Art keine geeignete Strategie ist, seinen Frust loszuwerden. Aber noch vielmehr braucht er dein „Erwachsenes-Ich“, Begleitung und Erlaubnis das Gefühl zu fühlen, das gerade da ist. Gesehen werden. Nicht falsch-gemacht werden.

Wenn in dir auch gleich der Trotz und die Wut (aus deiner eigenen Kindheit) hoch kommen, kannst du dir gut zwei Kinder vorstellen, die dickköpfig so lang streiten, bis der Stärkere gewinnt. Nun bist du aber immer die Stärkere. Und deswegen ist das immer ungerecht und du bist gefordert, deine Wunden aus der Vergangenenheit mit Liebe und Reflexion zu heilen.

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Ein Gedanke zu “Wie begleite ich die Wut meines Kindes, wenn diese mich rasend macht?

  1. Mit Raserei die Wut eines Kindes begleiten ??? –

    Wie muss man denn sein, um die eigenen Kräfte & Talente und die des Kindes für so einen Unfug allein zu lassen?

    Wollen wir nicht endlich lernen, uns nicht durch Probleme von den Kräften des Menschen und einer achtsamen Hilfe für deren gute Entwicklung abbringen zu lassen?

    Wenn wir keine Ahnung haben, wie man mit Kräften & Talenten umgeht, um Probleme zu lösen und wenn wir dann auch noch ständig das Problem begleiten, wie soll das Kind da jemals vom Problem weg kommen???

    Als ob Begleiten eine Lösung wäre, wenn man nicht lehren und nicht erziehen kann!

    LERNEN – dann nicht drüber reden sondern erst einmal praktisch probieren und darauf achten, wovon die Probleme größer und wovon sie kleiner werden – damit fängt Erfolg in der Ich-kann-Schule an.

    Ich wünsche Euch besten Erfolg.

    Franz Josef Neffe

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