Gastbeitrag von Andreas Reinke: Das Märchen von der mangelnden Unterrichtsbeteiligung

Blogparade #Schule #selbstbestimmt #unerzogen

14101685_1072560582821246_1907900128_nEs war einmal ein Schulkind, das erwartungsfroh und in dem Wunsch, sich und die Welt zu entdecken, der Schule entgegenfieberte. So viel hatte es über die Schule gehört: Das Lesen und Schreiben würde es lernen, spannende Geschichten hören, Bilder malen, die Zahlen erforschen und, und, und. Nach schier unerträglichen Momenten des Wartens war es schließlich soweit: Der Tag der Einschulung war gekommen, ein wunderbares Fest wurde gefeiert. Das Kind freute sich eher still. Es genoss die Stille. Immer schon. Und niemand störte sich daran. Weiterlesen

Blogparade #Schule #unerzogen #selbstbestimmt

Bildschirmfoto 2016-08-06 um 20.06.25Blogparade ‪#‎Schule‬ ‪#‎unerzogen‬ ‪#‎selbstbestimmt

Im Süden der Republik haben die Ferien gerade begonnen, während anderswo am vergangenen Wochenende schon Einschulung gefeiert wurde und viele Kinder in die Schule kommen.
Von den ‪#‎DPvB‬-Kindern kommen dieses Jahr 3 in die Schule – auf eine Freie Schule, auf eine Waldorfschule und auf die reguläre Dorfschule am Wohnort. 14 DPvB-Kinder leben schulfrei, manche für immer bzw. so lange sie wollen, manche weil sie einfach noch jung sind, manche weil sie schon so alt sind.
3 DPvB-Kinder gehen auf reguläre Schulen an ihrem Wohnort, und 12 gehen auf unterschiedliche Freie Schulen.
Es hält sich also knapp die Waage, von den 34 DPvB Kindern gehen aktuell 16 in die Schule und 2 schon nicht mehr. Der Rest lebt (noch) schulfrei.

Es gibt also neben unerzogen auch reichlich Schule in unserem Leben und wir wissen, dass es noch viele viele andere BloggerInnen gibt, deren Kinder in die Schule gehen und die unerzogen leben, die Selbstbestimmung wichtig finden und die sich da tagtäglich den Weg durch die Institutionen bahnen.

Artgerecht, supportive, gleichwürdig, engagiert.

Wir laden ein zur Blogparade #Schule – erzählt mal wie ihr es macht, wo gehen Eure Kinder zur Schule, welche Strategien habt ihr mit Hausaufgaben, Noten, Elternabenden und Zeugnissen. Welche Erfahrungen macht ihr an Schulen? Und welche eure Kinder?

Wenn „Beziehung statt Erziehung“ uns in die Krise stürzt …

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Wenn Menschen beginnen, die Norm infrage zu stellen und den Status quo der Gesellschaft verlassen, befinden sie sich in der Regel bereits in einem transformatorischen Veränderungsprozess. Eltern, die sich dazu entscheiden, die selbst erfahrenen Erziehungsmuster nicht an ihre Kinder weiterzugeben, sondern in einer gleichwürdigen Beziehung mit ihnen leben wollen, beginnen in der Folge oft ihren gesamten Lebensrahmen zu hinterfragen. Ihre Haltung zum Leben und ihren Mitmenschen verändert sich. Aber auch die Art sich selbst zu betrachten. Die Entscheidung, das eigene Kind nicht formen zu wollen, hat sehr viel mit der Erkenntnis zu tun, dass die Wirklichkeit lediglich die Summe aller Wahrnehmungen ist. Auch dem Kind wird eine andere Wahrheit zugestanden. Und wenn es unterschiedliche Wahrnehmungsmöglichkeiten derselben Wirklichkeit gibt, warum also nicht selbst die Perspektive wechseln? Persönlich, familiär und beruflich.

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Was braucht ein Kind, um glücklich zu sein?

_IMG_3328Vor ein paar Jahren hatten wir mal in meinem Lieblings-Elternforum eine Diskussion; ich glaube, es ging um Erwartungen und Erwartungshaltung oder Ähnliches. Einige schrieben, sie erwarten nichts oder wenig, sie wollten „nur, dass ihr Kind glücklich ist“. Logisch, oder? Wollen wir das nicht alle? Eine jedoch schrieb daraufhin etwas, das sich mir ziemlich eingeprägt hat; widersprach es doch so dem, was ich bisher glaubte: „Ich will, dass Du glücklich bist – ist das nicht die größte Erwartung überhaupt? Was bürden wir dem Kind damit auf?“ Als aufgebürdete Last hatte ich diesen hehren Elternwunsch zuvor noch nicht betrachtet.

„Ich will, dass Du glücklich bist! (Dann sei es auch, verdammt noch mal!)“

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Online-Bildungskongress für Freies Lernen und Freie Bildung

MorgeExpertenn – am 18. März geht es los mit dem ersten kostenlosen online Bildungskongress „Von der Bindung zur Bildung – für selbstbestimmtes lernen, leben und arbeiten“. Unsere Mitbloggerin Lena Busch vom Freilern-Blog hat ihn zusammen mit ihrem Mann, Mik von Vaterzeit.net, organisiert und vorbereitet. Wir durften seit einem Jahr Zeuginnen ihres Vorhabens sein und haben uns alle immer wieder gefreut, wenn sie einen Schritt weitergekommen waren, wenn ein*e tolle*r Speaker*in zugesagt hat und ganz besonders gefreut haben wir uns natürlich als einige von uns ganz konkret gefragt wurden sich zu beteiligen…

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Die Sache mit dem Minirock

_img_2471Vor kurzer Zeit wurde in einer Facebook-Gruppe, in der ich Mitglied bin, die neue Kleiderordnung des Dresdner Sempergymnasiums diskutiert. Diese schreibt nun vor – von der Schulkonferenz demokratisch beschlossen, wie stolz betont wird – wie die Schüler sich zu kleiden haben bzw. was zu unterlassen ist: Hotpants sind tabu, ebenso kurze Röcke, bauchfreie Kleidung oder gar tiefe Ausschnitte. Die Diskussion wogte hin und her, einige waren dafür, andere dagegen. Fürs Protokoll: Ich war dagegen. 

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