Gastbeitrag von Sara Popiolkowsky-Böhmert „Ich ess‘ das nicht!“ – Selbstbestimmtes Essen in der Familie kann gelingen, trotz Nudelpizzapommes-Phase

Leberwurstbrot. Cornflakes. Nudeln mit Ketchup. Kakao. Apfelschorle („Nur gekaufte!“), Pizza ohne Stücken. Eine beliebte 6er-Kombi von Kinderessenswünschen. Du dagegen, hast Lust auf Vielfalt und Ausprobieren. Wer kennt’s?

Hier kennt Sara Popiolkowsky-Böhmert, ein Mitglied aus der unerzogen-Gruppe, das Problem der „kulinarischen Nichtkreativität“ von Kindern und teilt mit euch auf erfrischende Art ein paar selbsterprobte Möglichkeiten, wie sie in ihrer Familie die verschiedenen Bedürfnisse durch ein Und verbinden konnte:

„…Teilweise hab ich schon gar nicht mehr gekocht denn mein Mann isst auf Arbeit und die Kids haben nach ’nem Blick auf’s Essen ein Brot verlangt. 

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Wie kann ich verhindern, dass Essen weggeworfen wird?

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„Mit Essen spielt man nicht“  ist wahrscheinlich ein Satz, den jede*r schon gehört hat. „Die armen Kinder in Afrika, und du schmeißt das Essen einfach weg“ – noch so ein Satz, den viele kennen. Tief verankerte Ideen zum Umgang mit Essen, die vielen Eltern das Leben schwer machen, wenn ihre Kinder die Teller nicht leer essen. Nicola teilt hier ihre Gedanken mit einer Mutter, die sich Sorgen wegen weggeschmissenem Essen macht. 

Ich fühl mich meistens nicht wohl, wenn ich Essen wegwerfen muss. Ich fühl mich allerdings auch nicht wohl, wenn ich meine Kinder reglementieren muss. Und auch nicht, wenn ich Unappetitliches finde! Das ist schon blöd. Für mich war irgendwann klar, dass ich nicht für immer zermatschtes, angesabbertes Essen von Kleinkindern entsorge, sondern  für 2 bis 4 Jahre oder so. Dann ist schon wieder alles ganz anders. Und dann können wir auch anders sprechen miteinander, und ich kann hoffen, dass mein Unbehagen auf offenere Ohren trifft. Auf mehr Verständnis. Weiterlesen

Sollte mein Kind alles essen dürfen, was es will?

430766_10200103534089235_359626569_nAntwort auf kritische Stimmen bezüglich eines Kommentars von Ruth:

Ich sag Dir mal, wie es mir damit geht. Ich wurde EXTREM reguliert. Von Eltern, die es lieb meinten, total öko waren usw. Ich hab gejiepert nach Süßigkeiten. Kaum war ich alt genug, hab ich alles Süße gefressen, wie ich nur konnte. Bis vor einiger Zeit war es mir unmöglich, damit aufzuhören. Ich hab ’ne Packung Kekse aufgemacht und verschlungen. Ich KONNTE nicht aufhören. Ich hab meinen eigenen Kindern heimlich das Süße weggefressen. Ich war verzweifelt – ich wusste, wie ungesund das ist. Ich beschäftigte mich mit Zucker und Abhängigkeit und all dem. Lange. Ich lebte zuckerfrei – nur, um noch schlimmere Rückschläge zu erleiden. Ich habe meinem Partner das Einkaufen überlassen, damit er mir WENIG Süßes mitbringt, und so weiter. Es hat mich eingeschränkt. Beschämt. Es war mir so unendlich peinlich.

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