Familienwerkstatt: Mit Familie leben. In Vertrauen, Liebe und Respekt

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Veranstaltungshinweis: 

Geschwister streiten sich. Zähneputzen wird zum täglichen Kampf. Das Kind schläft wann es will, aber nie wann es den Eltern passt. Xylitgummibärchen sind super, aber Agavendicksaft ist Gift. Kinder wollen mindestens so lange wie ihre Eltern vor Bildschirmen sitzen.
Tägliche Szenen des Lebens in der Familie mit Kindern bilden den Kern unserer Werkstatt. Was ist es, was Euch beschäftigt? Welche Lösungen habt Ihr gefunden und nach welchen können wir gemeinsam suchen? Was brauchen wir um empathisch miteinander zu leben?

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Wie merke ich, ob ich jemanden noch liebe/mag?

img_5024Das war die Frage einer Mutter in der Facebookgruppe. Nicola hat ihr geantwortet und das fanden viele toll:

Sich mal ganz bewusst auf Liebe und Mitgefühl einlassen – meditieren und die Person lieben (aus der Ferne, in Gedanken). Ich glaube ja, dass auch Liebe eine Entscheidung ist. Du kannst dich drauf einlassen. Sie fällt nicht vom Himmel und passiert.
Sympathie schon eher. Wenn es eine dir nahestehende Person ist, dann ist sie idR in deine Nähe gerückt, weil du sie sympathisch fandest. Sympathie ist also auf jeden Fall da.
Und offensichtlich hast du sie auch schon mal gemocht/geliebt. Geh und forsche in DIR, was sich ggf geändert hat und aus welchem Grund und ob du glaubst, dass das jetzt für immer so bleibt (scheinbar hat es sich gerade geändert und vielleicht tut es das auch wieder?).
Manchmal wird die Liebe auch nur ein bißchen leiser für eine Weile und weil wir so darauf getrimmt sind, dass nur Schmetterlinge und Aufregung (=Drama) die Boten wahrer Liebe sind, spüren wir die leise (gewordene) Liebe nicht mehr gut in dieser lauten schrillen Welt. Und wenn wir die leise Liebe in uns nicht mehr hören, dann trennen wir uns und gehen weiter zum nächsten Geplärre.
Spür in dich. Höre die leisen Töne. Mach dich auf die Suche.

Liebe ist immer da.

Nicola Kriesel

Wie werde ich unerzogen?

_12140197_10207372781614528_5183867017359710683_oRuth antwortet auf eine Mutter, die fragt, wie man mit unerzogen beginnen könne.

(…) Ich freue mich über Deine Neugier und Deine Offenheit und mag Dich ermutigen.
Wie fange ich am besten unerzogen an? Das ist ’ne gute Frage, finde ich. Ich habe (an mir und anderen) beobachtet, dass Folgendes sich bewährt hat:

1. Etabliere einen ‚inneren Beobachter‘

In Deiner Beschreibung lese ich schon, dass Du damit begonnen hast. Du schaust Dir an, wie ihr miteinander reagiert, wann etwas passiert, warum es passiert. Wie ihr euch verhaltet.
Eine klare innere Reflexionsposition hilft Dir, den Weg weg von der Erziehung zu schaffen. Sie sorgt dafür, dass Du Dich selber anschaust, auf die liebevollstmögliche Art, und Dir selber helfen kannst, die Probleme klar in den Blick zu nehmen. Dein Blick ist dabei auf Dich gerichtet. Denn Du kannst und darfst (moralisch gesehen) nur Dich ändern. Deine Kinder sind, wie sie sind. Weiterlesen

Was ist „unden“?

 

kuscheltiereNicola antwortet auf den Beitrag einer angestrengten Mutter, deren Kind mit Fingerfarben spielen will, was die Mutter verhindern will, weil sie keine zusätzliche Arbeit will. 

Was wir hier [bei unerzogen] machen, ist zu fragen: Wie geht beides? Weiterlesen

Wenn sich unerzogen nach Hochleistungssport anfühlt …

img_5028Ein Plädoyer für neue Mitglieder in der unerzogen-Facebook-Gruppe

Ihr Lieben,

wenn ich in den Kommentaren und Beiträgen stöbere, erlebe ich, dass viele sich scheinbar schier erschlagen fühlen von den Dingen, die andere Eltern berichten und als Hinweise in gut gemeinter Absicht mit auf den Weg geben. Manchmal vielleicht, weil es so ganz anders ist als das, was sie bisher gelebt haben, manchmal, weil es klingt wie aus einem Paradies, in welches sie noch keinen Zugang gefunden haben, oder auch, weil es einfach nur total schräg und abgefahren scheint, was „diese (Hardcore-)Unerzogenen“ da so treiben.

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Worin unterscheidet sich unerzogen von Laissez-faire?

_img_8834Der Unterschied zwischen unerzogen und Laissez-faire – wie es üblicherweise verstanden wird – liegt in der Beziehung, in der Achtsamkeit: Es geht nicht darum, das Kind sich selbst zu überlassen, sondern dem Kind Raum zu lassen, zu sein.

Es geht darum, das Kind nicht in eine Richtung zu ziehen. Es geht darum, dass Menschen nicht aufgrund der Vorstellung anderer zu funktionieren haben. Auch dann nicht, wenn sie klein sind. Weiterlesen